{"id":114,"date":"2018-05-22T14:31:13","date_gmt":"2018-05-22T12:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog-beta\/?p=114"},"modified":"2020-11-30T21:19:37","modified_gmt":"2020-11-30T20:19:37","slug":"114","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/2018\/05\/22\/114\/","title":{"rendered":"Bike Nature Soul und wie alles begann"},"content":{"rendered":"<h2>Einmal gedanklich an den Anfang.<\/h2>\n<h3>Echt? Schon 10 Jahre machen wir das?<\/h3>\n<p>Um sein t\u00e4gliches Tun ein wenig zu hinterfragen und immer wieder auf die urspr\u00fcngliche Idee zur\u00fcck zu spiegeln ist es manchmal hilfreich, bewusst an die Anf\u00e4nge zur\u00fcck zu schauen. Auch wenn sich TrailXperience nat\u00fcrlich in den 10 Jahren des Bestehens weiterentwickelt hat und auch weiter entwickeln wird. Was war mir damals wichtig? Warum hab ich das eigentlich alles angefangen?<\/p>\n<h3>R\u00fcckblende also.<\/h3>\n<p>Man stelle sich folgendes Setup vor, das eigentlich bereits vieles besagt: Ein biketechnisch unbekannter Landstrich in Ligurien. Wildromantisch, frei von Menschen mit Fullface-Helmen und bunten Baggyhosen auf Gef\u00e4hrten die mehr kosten als der klapprige Bus mit dem diese zum Trail\u00a0 transportiert wurden. Der Hafen von Orneglia, dem \u00f6stlichen Teil der Regionalhauptstadt Imperia. Dort mit Blick auf die eine oder andere Nobelyacht: das \u201eGusto\u201c. Hier ist der Name Programm. Und hier f\u00fchlten wir uns wohl an einem recht grauen und regenverhangenen Tag. Ein Tisch mit drei St\u00fchlen. Ein Regal voller Weine. Eine Theke mit feinsten enogastronomischen Produkten der Region. Und Zeit.<\/p>\n<p>Drei Menschen haben an dem Tisch Platz genommen. Einer davon ein Innsbrucker Bikebergsteiger mit siegerl\u00e4ndischem Migrationshintergrund. Ein Exilth\u00fcringer, der sein Leben vor allem auf dem Bike und im Allg\u00e4u verbringt. Und ein M\u00fcnchner\u00a0 &#8211;\u00a0 ihm ist vor allem wichtig, dass es schmeckt, wo der Trail endet. Der Tisch klein und \u00fcber und \u00fcber mit bereits vollgeschriebenen Bl\u00e4ttern und Zetteln belegt, dazwischen bereits am Vormittag Rotweingl\u00e4ser, halbleer.<\/p>\n<figure id=\"attachment_119\" aria-describedby=\"caption-attachment-119\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-119 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team.jpg 2000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team-300x113.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team-768x288.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team-1024x384.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Team-1140x428.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-119\" class=\"wp-caption-text\">Gr\u00fcnderversammlung &#8211; wir distanzieren uns wie immer von allen hier gezeigten Frisuren<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die letzten Tage hatten wir gemeinsam mit einigen Locals diese Region erkundet. Waren einfach gemeinsam beim Radfahren gewesen und hatten immer wieder besprochen, was jedem von uns am \u201esch\u00f6nsten Sport der Welt\u201c gef\u00e4llt und wichtig ist. Man hatte sich in den letzten Jahren im Bundeslehrteam Mountainbike der DIMB (Deutsche Initiative MountainBike) kennengelernt und gemeinsam Bikeguides ausgebildet. Und dabei nat\u00fcrlich auch live erlebt, wie unterschiedlich unsere Teilnehmer diesen Sport verstehen und vermitteln.<br \/>\nEindrucksvoll war dieser Tage ein Erlebnis, als uns Adi aus dem Val Argentina shuttelte, um uns m\u00f6glichst viele Trails in kurzer Zeit zeigen zu k\u00f6nnen. Irgendwann um 14h herum schwangen wir nach Trail Nummer 5 ab, schauten uns an und sch\u00fcttelten innerlich wie \u00e4u\u00dferlich den Kopf. Gleiche Wellenl\u00e4nge, wir drei. Jeder Trail f\u00fcr sich war vom Feinsten\u00a0 &#8211;\u00a0 aber man bekam einfach nichts mehr davon mit. Die Zeit, mit allen Sinnen das was man da gerade bef\u00e4hrt wahrzunehmen, fehlte v\u00f6llig. Aufstiege sind ganz hervorragende Denk- und F\u00fchlpausen. Oder eben wirklich einmal PAUSE machen.<\/p>\n<h3>Was bedeutet(e) Mountainbiken\u00a0 &#8211;\u00a0 f\u00fcr uns und unsere G\u00e4ste?<\/h3>\n<p>Das konnte es also nicht sein. Das sollten andere machen. Genauso wenig wie es der Leistungstunnel f\u00fcr uns war. Mountainbiken \u201eum zu\u201c? Um der schnellste zu sein? Um die Zeit zu verbessern? Der erste am Pass? In engen Hosen und zusammengekniffenen Augen im nach vorn gesenkten Kopf? Nein. Mountainbiken ist f\u00fcr uns ein sehr bewusstes Spiel mit einem Sportger\u00e4t in der Natur. M\u00f6glichst im Einklang mit derselben\u00a0 &#8211;\u00a0 und mit sich.<\/p>\n<p>Heute tourt Harald durch halb Europa und vermittelt dieses Gef\u00fchl mit seiner Vortragsreihe \u201ePfadfinder\u201c. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>Tobi war zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Namen TrailXperience\u00a0 &#8211;\u00a0 BIKE.NATURE.SOUL. als weitgehend lokale kleine OneManBikeschule im Allg\u00e4u aktiv. Die konzeptionelle Grundlage hatte er im Rahmen seiner Diplomarbeit gelegt und damit schon damals ein Ma\u00df an Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt, das im Vergleich zu anderen Gr\u00fcndungen in diesem Bereich herausragte. Und doch kamen die Dinge anders als er es geplant hatte.<\/p>\n<p>\u201eEigentlich wollte ich mit meinen G\u00e4sten vor allem auf Tour und auf Reisen gehen und zwar dort wo es mir gef\u00e4llt. Bis ich dann feststellte, dass die wenigen die sich hier anmeldeten f\u00fcr diese Art des Mountainbikens fahrtechnisch noch gar nicht bef\u00e4higt waren. Hier gab es zu der Zeit also ein Gap\u00a0 &#8211;\u00a0 und das musste ich versuchen zu schlie\u00dfen.\u201c, erz\u00e4hlt Tobi gern. Also war der Tourenveranstalter ganz schnell eine Bikeschule und Tobi entwickelte sich zu einem der versiertesten Bikelehrer Deutschlands. Die fahrtechnische Philosophie wandert also auf unsere Konzeptpapiere.<\/p>\n<figure id=\"attachment_120\" aria-describedby=\"caption-attachment-120\" style=\"width: 2348px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-120 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214.jpg\" alt=\"\" width=\"2348\" height=\"664\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214.jpg 2348w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214-300x85.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214-768x217.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214-1024x290.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG_0214-1140x322.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 2348px) 100vw, 2348px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-120\" class=\"wp-caption-text\">Ansto\u00dfen auf eine Entscheidung &#8211; und eine die da kommen sollte.<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>(Feinster frisch aufgeschnittener Schinken und K\u00e4se begleitet von einem tiefroten Wein sorgt mittlerweile f\u00fcr entspannte Stimmung.)<\/em><\/p>\n<p>Was damals entstand ist die Grund\u00fcberlegung, aus der das heutige TrailXperience wurde. Wirkliches Erleben und Erfahren, die Experience eben, nur im Markennamen falsch geschrieben, ist uns damals schon wichtig gewesen. Das schlie\u00dft schon einmal Stress aus. Der hilft weder beim Lernen, noch beim Genie\u00dfen. Und schon gar nicht beim Urlaub machen.<\/p>\n<h3>Das Konzept des TRAILCAMPS entsteht:<\/h3>\n<p>Zu dieser Zeit gab es vor allem Anbieter von Alpen\u00fcberquerungen, also die Transalpveranstalter einerseits, diese machten oft im Rahmen ihres Programms ein wenig Fahrtechnik. Und es gab einige namhafte Bikeschulen, die vielleicht auch mal eine Art Erlebnisreise organisierten, vor allem aber schulten. Was an dem GustoTisch entstand war von Beginn an die Verschmelzung dieser beiden Welten. Wir wollten unsere G\u00e4ste einerseits fahrtechnisch weiter bringen. Sicherer. Lockerer. Stressfreier. Spielerischer. Um ihnen dann zu erm\u00f6glichen, das Biken wirklich ganzheitlich zu erleben und zu genie\u00dfen. Denn wir wollten unsere G\u00e4ste dahin f\u00fchren, wo wir diese Art des Mountainbikens besonders umf\u00e4nglich erleben, und wo es noch nicht so \u00fcberlaufen war.<\/p>\n<p><em>(Ligurien verf\u00fcgt \u00fcber Rotweine, nicht aber \u00fcber herausragende. Das Gusto aber verf\u00fcgt auch \u00fcber Rotweine aus dem nahen Piemont, so dass vieles der nun folgenden Ausarbeitung unseres Konzeptes der Lockerheit beim Genuss sehr guten piemontesischen Rotweines zuzuschreiben sein d\u00fcrfte.)<\/em><\/p>\n<p>Es entstand an diesem Tag auch das Konzept unseres allersten \u201eProduktes\u201c\u00a0 &#8211;\u00a0 eines Trailcamps (auch dieser Name wurde hier wohl geboren) in diesem Teil des noch unbekannten Liguriens. Wir wollten eine Geschichte erz\u00e4hlen. Tag f\u00fcr Tag ein wenig tiefer in diesen Kulturraum hineingehen. Gerade in den ersten Tagen fahrtechnisch immer wieder in Workshopform und zumeist auf dem Trail und w\u00e4hrend der Tour unseren G\u00e4sten eine Kehre weiterhelfen. Lockerheit aufkommen lassen. Aber eben auch bei Mama in Molini zur Pasta mit dem besten hausgemachten Pesto der Welt einkehren, inmitten von Arbeitern und Handwerkern des Tals. Bei Pietro feinste K\u00e4sen und Salami einkaufen und gemeinsam am Gipfel des Monte Moro beim Picknick teilen und verspeisen. Und dann ins Hinterland aufbrechen und \u00fcber teils alpine Trails der Alta Via Monte Ligure bis nach Ventimiglia ans Meer biken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_127\" aria-describedby=\"caption-attachment-127\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-127 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1114\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe.jpg 2000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe-768x428.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe-1024x570.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/erste-Gruppe-1140x635.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-127\" class=\"wp-caption-text\">die erste Gruppe, ein bunter Haufen, die mit uns in &#8222;unser Ligurien&#8220; aufbrachen&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das alles mit Zeitreise in die sp\u00e4ten 50er Jahre (denn zu dem Zeitpunkt hat man offensichtlich im Hinterland Liguriens beschlossen: Sch\u00f6n so wie es ist und so lassen wir es!). Inklusive Ankunft am Strand genau zu Sonnenuntergang. Sport mit Schwitzen und eben auch den Pausen zum Wahrnehmen.<\/p>\n<p>Im Oktober desselben Jahres fand die Erstausgabe dieser Campidee in Ligurien statt. Und wir erinnern uns noch genau wie Stefan, Tobi und meine Wenigkeit mental ziemlich leer nach einer intensiven Woche guiden, organisieren, schauen, vorsichtig sein, \u00fcberm\u00fctig sein, ratschen, feiern, still sein, und nat\u00fcrlich biken wie es unmittelbarer kaum geht\u2026, wie also Stefan, Tobi und ich am Strand von Ventimiglia sa\u00dfen und schauten. Schauten wie unsere Teilnehmer und G\u00e4ste gemeinsam im Meer standen und sich feierten, umarmten, im wahrsten Sinne baden gingen. In dem Moment wussten wir: Zumindest bei diesen 14 Menschen ist das was wir uns da ausgedacht hatten, angekommen. Und zwar gut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-121 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"850\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer.jpg 2000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer-768x326.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer-1024x435.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Meer-1140x485.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Nachbetrachtung:<\/h3>\n<p>Die Rezeptur f\u00fcr Erlebnisse mit TrailXperience haben wir mittlerweile nat\u00fcrlich weiterentwickelt. Bzw. wenn man im Bild bleiben m\u00f6chte neue und verwandte Rezepte kreiert. Aber das Grundrezept, also die Dinge, die Werte die uns wichtig sind, sind dabei gleich geblieben. Und an die glauben wir.<\/p>\n<p>Mittlerweile haben wir die dritte Webseite\u00a0 &#8211;\u00a0 und wie ich das schreibe \u00e4rgere ich mich, dass wir wohl nirgendwo screen shots der allerersten gr\u00fcnen und reichlich h\u00f6lzernen Seite aufbewahrt haben. Wir haben ein B\u00fcro in Lenggries. Feste Mitarbeiter(innen). Und so einiges mehr ist recht erwachsen geworden. Die Kindlichkeit haben wir uns aber erhalten\u00a0 &#8211;\u00a0 vor allem auf dem Bike und dem Trail.<\/p>\n<p>Im Verlauf der Geschichte ist, wie der geneigte Leser vielleicht bemerkt, der junge aufstrebende ExilSiegerl\u00e4nder aus Innbruck abhanden gekommen. Und das kam so:<br \/>\nAls der Barolo wirklich wirkte, hatten wir damals im Gusto gemeinsam beschlossen, den Namen TrailXperience\u00a0 &#8211;\u00a0 BIKE.NATURE.SOUL. mit all den Gew\u00fcrzen und Zutaten, die wir an diesem Tag auf Blatt Papier brachten, zu einem veritablen Veranstalter f\u00fcr Bike-Erlebnisse zu entwickeln. Einmal einander anschauen. Handschlag. Ja, das machen wir.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr 2 Wochen sp\u00e4ter meldete sich Innsbruck. Ein wenig kleinlaut zu Beginn des Telefonats. Also die Sache w\u00e4re die, er habe sich das nochmal durch den n\u00fcchternen Kopf gehen lassen und, wei\u00dft Du es ist ja so, dass gerade jetzt die PR Arbeit und die Zusammenarbeit mit den Sponsoren beginnt so richtig Fahrt aufzunehmen und genau in dem Moment sich noch ein Projekt, ja eine ganze Firma an das bikende Bein h\u00e4ngen? Also er w\u00e4re da wohl der Meinung, dass das mit sehr viel Arbeit zu tun habe und dass genau diese Arbeit in seinem Lebenkonzept f\u00fcr die kommenden Jahre doch gar keinen Platz f\u00e4nde und ob wir ihm b\u00f6se w\u00e4ren wenn er nicht\u2026<\/p>\n<p>Wir wissen alle, was daraus und aus ihm geworden ist. Und das w\u00e4re es wohl nicht, wenn er anders entschieden h\u00e4tte. Denn das, was an Arbeit da auf uns zukommen w\u00fcrde, hatten der Th\u00fcringer und der Bayer im Gegensatz zu dem Sauerl\u00e4nder wohl ein wenig untersch\u00e4tzt\u2026<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Nun, da ich diesen Artikel selber mal wieder lese, schreiben wir das CoronaJahr 2020.<\/p>\n<p>Als Veranstalter der gleich zwei Phasen dieses Jahres nichts veranstalten durfte, haben wir nat\u00fcrlich und f\u00fcr alle sichtbar ein turbolentes Jahr erlebt. Tobi hat sich in der ersten Lockdown-Phase entschieden, das Risiko, das mit der notwendigen Investition in eine sichere Zukunft der Firma einhergehen musste, mit Blick auf seine junge Familie mit 2 Jungbikern nicht mitgehen zu k\u00f6nnen und hat die Mitinhaberschaft und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung zur Jahresmitte beendet\u00a0 &#8211;\u00a0 als Fahrtechniker ist er uns weiter verbunden. Wir haben uns verschlankt und finanziell neu aufgestellt. Weil wir daran glauben, was wir vor mehr als einem Jahrzehnt in der GustoBar auf die vielen Papiere geschrieben hatten. Und das ist gut so&#8230;<\/p>\n<h3>3 Dinge zum Mitnehmen:<\/h3>\n<p>1) Das Mountainbike ist ein Spielzeug, das es uns erm\u00f6glicht, im Moment fokussiert zu sein und den Moment zu erleben. Hautnah. Unvermittelt. Im Hier und Jetzt. Gedanken an Probleme, Stress, die Arbeit und was einen sonst noch besch\u00e4ftigen mag, haben f\u00fcr diesen Moment PAUSE. Auch dies vermitteln wir und versuchen, unn\u00f6tige Stressfaktoren auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>2) Die Verbindung\u00a0 Lernen, also besser, sicherer und selbstbewusster zu werden, und dem Erlebnis des Mountainbikens in eindrucksvollen Regionen ist wie ein Erlebnissirup: Die Dinge kommen zusammen. Die Gl\u00fcckshormone tanzen gemeinsam. das ist die Grundlage, auf Basis derer wirklicher Flow entsteht.<\/p>\n<p>3) Flow ist nahezu unabh\u00e4ngig von den eigenen F\u00e4higkeiten und kann jeden &#8222;ereilen&#8220;, ob nun leicht fortgeschrittener Anf\u00e4nger bei den ersten Erfolgen oder technisch versierter Gipfelbiker. Die Rahmenbedingungen und die innere Einstellung m\u00fcssen stimmen. Und diese versuchen wir f\u00fcr Euch alle immer wieder herzustellen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_122\" aria-describedby=\"caption-attachment-122\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-122 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"976\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien.jpg 2000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien-768x375.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien-1024x500.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/HaraldTobiLigurien-1140x556.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-122\" class=\"wp-caption-text\">SunDowner &#8211; und im Gegenlicht deutlich erkennbare FahrtechnikEigenheiten<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_123\" aria-describedby=\"caption-attachment-123\" style=\"width: 4896px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-123 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails.jpg\" alt=\"\" width=\"4896\" height=\"2828\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails.jpg 4896w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails-768x444.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails-1024x591.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/15-Trailcamp-Ligurien-Alta-Via-Trails-1140x658.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 4896px) 100vw, 4896px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-123\" class=\"wp-caption-text\">Zuschauen\u00a0 &#8211;\u00a0 Nachdenken\u00a0 &#8211;\u00a0 Freuen &#8230;\u00a0 Meditativer Moment am Monte Moro \/ Ligurien (pic: Markus Greber)<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_125\" aria-describedby=\"caption-attachment-125\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-125 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1494\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1.jpg 2000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/TrailCamp-Sizilien-iPhoneFotos2017-1-1140x852.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-125\" class=\"wp-caption-text\">nach der Tour ist vor dem isotonischen Grundnahrungsmittel<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmal gedanklich an den Anfang. Echt? Schon 10 Jahre machen wir das? Um sein t\u00e4gliches Tun ein wenig zu hinterfragen und immer wieder auf die urspr\u00fcngliche Idee zur\u00fcck zu spiegeln ist es manchmal hilfreich, bewusst an die Anf\u00e4nge zur\u00fcck zu schauen. Auch wenn sich TrailXperience nat\u00fcrlich in den 10 Jahren des Bestehens weiterentwickelt hat und auch weiter entwickeln wird. Was war mir damals wichtig? Warum hab ich das eigentlich alles angefangen? R\u00fcckblende also. Man stelle sich folgendes Setup vor, das eigentlich bereits vieles besagt: Ein biketechnisch unbekannter Landstrich in Ligurien. Wildromantisch, frei von Menschen mit Fullface-Helmen und bunten Baggyhosen auf Gef\u00e4hrten die mehr kosten als der klapprige Bus mit dem diese zum Trail\u00a0 transportiert wurden. Der Hafen von Orneglia, dem \u00f6stlichen Teil der Regionalhauptstadt Imperia. Dort mit Blick auf die eine oder andere Nobelyacht: das \u201eGusto\u201c. Hier ist der Name Programm. Und hier f\u00fchlten wir uns wohl an einem recht grauen und regenverhangenen Tag. Ein Tisch mit drei St\u00fchlen. Ein Regal voller Weine. Eine Theke mit feinsten enogastronomischen Produkten der Region. Und Zeit. Drei Menschen haben an dem Tisch Platz genommen. Einer davon ein Innsbrucker Bikebergsteiger mit siegerl\u00e4ndischem Migrationshintergrund. Ein Exilth\u00fcringer, der sein Leben vor allem auf dem Bike und im Allg\u00e4u verbringt. Und ein M\u00fcnchner\u00a0 &#8211;\u00a0 ihm ist vor allem wichtig, dass es schmeckt, wo der Trail endet. Der Tisch klein und \u00fcber und \u00fcber mit bereits vollgeschriebenen Bl\u00e4ttern und Zetteln belegt, dazwischen bereits am Vormittag Rotweingl\u00e4ser, halbleer. Die letzten Tage hatten wir gemeinsam mit einigen Locals diese Region erkundet. Waren einfach gemeinsam beim Radfahren gewesen und hatten immer wieder besprochen, was jedem von uns am \u201esch\u00f6nsten Sport der Welt\u201c gef\u00e4llt und wichtig ist. Man hatte sich in den letzten Jahren im Bundeslehrteam Mountainbike der DIMB (Deutsche Initiative MountainBike) kennengelernt und gemeinsam Bikeguides ausgebildet. Und dabei nat\u00fcrlich auch live erlebt, wie unterschiedlich unsere Teilnehmer diesen Sport verstehen und vermitteln. Eindrucksvoll war dieser Tage ein Erlebnis, als uns Adi aus dem Val Argentina shuttelte, um uns m\u00f6glichst viele Trails in kurzer Zeit zeigen zu k\u00f6nnen. Irgendwann um 14h herum schwangen wir nach Trail Nummer 5 ab, schauten uns an und sch\u00fcttelten innerlich wie \u00e4u\u00dferlich den Kopf. Gleiche Wellenl\u00e4nge, wir drei. Jeder Trail f\u00fcr sich war vom Feinsten\u00a0 &#8211;\u00a0 aber man bekam einfach nichts mehr davon mit. Die Zeit, mit allen Sinnen das was man da gerade bef\u00e4hrt wahrzunehmen, fehlte v\u00f6llig. Aufstiege sind ganz hervorragende Denk- und F\u00fchlpausen. Oder eben wirklich einmal PAUSE machen. Was bedeutet(e) Mountainbiken\u00a0 &#8211;\u00a0 f\u00fcr uns und unsere G\u00e4ste? Das konnte es also nicht sein. Das sollten andere machen. Genauso wenig wie es der Leistungstunnel f\u00fcr uns war. Mountainbiken \u201eum zu\u201c? Um der schnellste zu sein? Um die Zeit zu verbessern? Der erste am Pass? In engen Hosen und zusammengekniffenen Augen im nach vorn gesenkten Kopf? Nein. Mountainbiken ist f\u00fcr uns ein sehr bewusstes Spiel mit einem Sportger\u00e4t in der Natur. M\u00f6glichst im Einklang mit derselben\u00a0 &#8211;\u00a0 und mit sich. Heute tourt Harald durch halb Europa und vermittelt dieses Gef\u00fchl mit seiner Vortragsreihe \u201ePfadfinder\u201c. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Tobi war zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Namen TrailXperience\u00a0 &#8211;\u00a0 BIKE.NATURE.SOUL. als weitgehend lokale kleine OneManBikeschule im Allg\u00e4u aktiv. Die konzeptionelle Grundlage hatte er im Rahmen seiner Diplomarbeit gelegt und damit schon damals ein Ma\u00df an Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt, das im Vergleich zu anderen Gr\u00fcndungen in diesem Bereich herausragte. Und doch kamen die Dinge anders als er es geplant hatte. \u201eEigentlich wollte ich mit meinen G\u00e4sten vor allem auf Tour und auf Reisen gehen und zwar dort wo es mir gef\u00e4llt. Bis ich dann feststellte, dass die wenigen die sich hier anmeldeten f\u00fcr diese Art des Mountainbikens fahrtechnisch noch gar nicht bef\u00e4higt waren. Hier gab es zu der Zeit also ein Gap\u00a0 &#8211;\u00a0 und das musste ich versuchen zu schlie\u00dfen.\u201c, erz\u00e4hlt Tobi gern. Also war der Tourenveranstalter ganz schnell eine Bikeschule und Tobi entwickelte sich zu einem der versiertesten Bikelehrer Deutschlands. Die fahrtechnische Philosophie wandert also auf unsere Konzeptpapiere. (Feinster frisch aufgeschnittener Schinken und K\u00e4se begleitet von einem tiefroten Wein sorgt mittlerweile f\u00fcr entspannte Stimmung.) Was damals entstand ist die Grund\u00fcberlegung, aus der das heutige TrailXperience wurde. Wirkliches Erleben und Erfahren, die Experience eben, nur im Markennamen falsch geschrieben, ist uns damals schon wichtig gewesen. Das schlie\u00dft schon einmal Stress aus. Der hilft weder beim Lernen, noch beim Genie\u00dfen. Und schon gar nicht beim Urlaub machen. Das Konzept des TRAILCAMPS entsteht: Zu dieser Zeit gab es vor allem Anbieter von Alpen\u00fcberquerungen, also die Transalpveranstalter einerseits, diese machten oft im Rahmen ihres Programms ein wenig Fahrtechnik. Und es gab einige namhafte Bikeschulen, die vielleicht auch mal eine Art Erlebnisreise organisierten, vor allem aber schulten. Was an dem GustoTisch entstand war von Beginn an die Verschmelzung dieser beiden Welten. Wir wollten unsere G\u00e4ste einerseits fahrtechnisch weiter bringen. Sicherer. Lockerer. Stressfreier. Spielerischer. Um ihnen dann zu erm\u00f6glichen, das Biken wirklich ganzheitlich zu erleben und zu genie\u00dfen. Denn wir wollten unsere G\u00e4ste dahin f\u00fchren, wo wir diese Art des Mountainbikens besonders umf\u00e4nglich erleben, und wo es noch nicht so \u00fcberlaufen war. (Ligurien verf\u00fcgt \u00fcber Rotweine, nicht aber \u00fcber herausragende. Das Gusto aber verf\u00fcgt auch \u00fcber Rotweine aus dem nahen Piemont, so dass vieles der nun folgenden Ausarbeitung unseres Konzeptes der Lockerheit beim Genuss sehr guten piemontesischen Rotweines zuzuschreiben sein d\u00fcrfte.) Es entstand an diesem Tag auch das Konzept unseres allersten \u201eProduktes\u201c\u00a0 &#8211;\u00a0 eines Trailcamps (auch dieser Name wurde hier wohl geboren) in diesem Teil des noch unbekannten Liguriens. Wir wollten eine Geschichte erz\u00e4hlen. Tag f\u00fcr Tag ein wenig tiefer in diesen Kulturraum hineingehen. Gerade in den ersten Tagen fahrtechnisch immer wieder in Workshopform und zumeist auf dem Trail und w\u00e4hrend der Tour unseren G\u00e4sten eine Kehre weiterhelfen. Lockerheit aufkommen lassen. Aber eben auch bei Mama in Molini zur Pasta mit dem besten hausgemachten Pesto der Welt einkehren, inmitten von Arbeitern und Handwerkern des Tals. Bei Pietro feinste K\u00e4sen und Salami einkaufen und gemeinsam am Gipfel des Monte Moro beim Picknick teilen und verspeisen. Und dann ins Hinterland aufbrechen und \u00fcber teils alpine Trails der Alta Via Monte Ligure bis nach Ventimiglia ans Meer biken. Das alles mit Zeitreise in die sp\u00e4ten 50er Jahre (denn zu dem Zeitpunkt hat man offensichtlich im Hinterland Liguriens beschlossen: Sch\u00f6n so wie es ist und so lassen wir es!). Inklusive Ankunft am Strand genau zu Sonnenuntergang. Sport mit Schwitzen und eben auch den Pausen zum Wahrnehmen. Im Oktober desselben Jahres fand die Erstausgabe dieser Campidee in Ligurien statt. Und wir erinnern uns noch genau wie Stefan, Tobi und meine Wenigkeit mental ziemlich leer nach einer intensiven Woche guiden, organisieren, schauen, vorsichtig sein, \u00fcberm\u00fctig sein, ratschen, feiern, still sein, und nat\u00fcrlich biken wie es unmittelbarer kaum geht\u2026, wie also Stefan, Tobi und ich am Strand von Ventimiglia sa\u00dfen und schauten. Schauten wie unsere Teilnehmer und G\u00e4ste gemeinsam im Meer standen und sich feierten, umarmten, im wahrsten Sinne baden gingen. In dem Moment wussten wir: Zumindest bei diesen 14 Menschen ist das was wir uns da ausgedacht hatten, angekommen. Und zwar gut. Nachbetrachtung: Die Rezeptur f\u00fcr Erlebnisse mit TrailXperience haben wir mittlerweile nat\u00fcrlich weiterentwickelt. Bzw. wenn man im Bild bleiben m\u00f6chte neue und verwandte Rezepte kreiert. Aber das Grundrezept, also die Dinge, die Werte die uns wichtig sind, sind dabei gleich geblieben. Und an die glauben wir. Mittlerweile haben wir die dritte Webseite\u00a0 &#8211;\u00a0 und wie ich das schreibe \u00e4rgere ich mich, dass wir wohl nirgendwo screen shots der allerersten gr\u00fcnen und reichlich h\u00f6lzernen Seite aufbewahrt haben. Wir haben ein B\u00fcro in Lenggries. Feste Mitarbeiter(innen). Und so einiges mehr ist recht erwachsen geworden. Die Kindlichkeit haben wir uns aber erhalten\u00a0 &#8211;\u00a0 vor allem auf dem Bike und dem Trail. Im Verlauf der Geschichte ist, wie der geneigte Leser vielleicht bemerkt, der junge aufstrebende ExilSiegerl\u00e4nder aus Innbruck abhanden gekommen. Und das kam so: Als der Barolo wirklich wirkte, hatten wir damals im Gusto gemeinsam beschlossen, den Namen TrailXperience\u00a0 &#8211;\u00a0 BIKE.NATURE.SOUL. mit all den Gew\u00fcrzen und Zutaten, die wir an diesem Tag auf Blatt Papier brachten, zu einem veritablen Veranstalter f\u00fcr Bike-Erlebnisse zu entwickeln. Einmal einander anschauen. Handschlag. Ja, das machen wir. Ungef\u00e4hr 2 Wochen sp\u00e4ter meldete sich Innsbruck. Ein wenig kleinlaut zu Beginn des Telefonats. Also die Sache w\u00e4re die, er habe sich das nochmal durch den n\u00fcchternen Kopf gehen lassen und, wei\u00dft Du es ist ja so, dass gerade jetzt die PR Arbeit und die Zusammenarbeit mit den Sponsoren beginnt so richtig Fahrt aufzunehmen und genau in dem Moment sich noch ein Projekt, ja eine ganze Firma an das bikende Bein h\u00e4ngen? Also er w\u00e4re da wohl der Meinung, dass das mit sehr viel Arbeit zu tun habe und dass genau diese Arbeit in seinem Lebenkonzept f\u00fcr die kommenden Jahre doch gar keinen Platz f\u00e4nde und ob wir ihm b\u00f6se w\u00e4ren wenn er nicht\u2026 Wir wissen alle, was daraus und aus ihm geworden ist. Und das w\u00e4re es wohl nicht, wenn er anders entschieden h\u00e4tte. Denn das, was an Arbeit da auf uns zukommen w\u00fcrde, hatten der Th\u00fcringer und der Bayer im Gegensatz zu dem Sauerl\u00e4nder wohl ein wenig untersch\u00e4tzt\u2026 &#8212;&#8212;&#8211; Nun, da ich diesen Artikel selber mal wieder lese, schreiben wir das CoronaJahr 2020. Als Veranstalter der gleich zwei Phasen dieses Jahres nichts veranstalten durfte, haben wir nat\u00fcrlich und f\u00fcr alle sichtbar ein turbolentes Jahr erlebt. Tobi hat sich in der ersten Lockdown-Phase entschieden, das Risiko, das mit der notwendigen Investition in eine sichere Zukunft der Firma einhergehen musste, mit Blick auf seine junge Familie mit 2 Jungbikern nicht mitgehen zu k\u00f6nnen und hat die Mitinhaberschaft und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung zur Jahresmitte beendet\u00a0 &#8211;\u00a0 als Fahrtechniker ist er uns weiter verbunden. Wir haben uns verschlankt und finanziell neu aufgestellt. Weil wir daran glauben, was wir vor mehr als einem Jahrzehnt in der GustoBar auf die vielen Papiere geschrieben hatten. Und das ist gut so&#8230; 3 Dinge zum Mitnehmen: 1) Das Mountainbike ist ein Spielzeug, das es uns erm\u00f6glicht, im Moment fokussiert zu sein und den Moment zu erleben. Hautnah. Unvermittelt. Im Hier und Jetzt. Gedanken an Probleme, Stress, die Arbeit und was einen sonst noch besch\u00e4ftigen mag, haben f\u00fcr diesen Moment PAUSE. Auch dies vermitteln wir und versuchen, unn\u00f6tige Stressfaktoren auszuschlie\u00dfen. 2) Die Verbindung\u00a0 Lernen, also besser, sicherer und selbstbewusster zu werden, und dem Erlebnis des Mountainbikens in eindrucksvollen Regionen ist wie ein Erlebnissirup: Die Dinge kommen zusammen. Die Gl\u00fcckshormone tanzen gemeinsam. das ist die Grundlage, auf Basis derer wirklicher Flow entsteht. 3) Flow ist nahezu unabh\u00e4ngig von den eigenen F\u00e4higkeiten und kann jeden &#8222;ereilen&#8220;, ob nun leicht fortgeschrittener Anf\u00e4nger bei den ersten Erfolgen oder technisch versierter Gipfelbiker. Die Rahmenbedingungen und die innere Einstellung m\u00fcssen stimmen. Und diese versuchen wir f\u00fcr Euch alle immer wieder herzustellen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":122,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-114","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-internas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":279,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114\/revisions\/279"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}