{"id":19,"date":"2018-02-08T16:33:59","date_gmt":"2018-02-08T15:33:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog-beta\/?p=19"},"modified":"2018-05-23T10:16:48","modified_gmt":"2018-05-23T08:16:48","slug":"cycle-ein-kontaktmittel-mit-zwei-raedern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/2018\/02\/08\/cycle-ein-kontaktmittel-mit-zwei-raedern\/","title":{"rendered":"&#8222;CYCLE!&#8220;  &#8211;  Ein Kontaktmittel mit zwei R\u00e4dern."},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Bikespielen.Lernen.&#8220; Einer unserer Claims, wie der Marketier sagen w\u00fcrde. Das steht f\u00fcr unseren Wunschumgang mit dem Thema Mountainbiken: Geh spielen, Mensch. Egal wie alt Du bist. Spiel Dich mit dem was ist. Lass den \u00fcbertriebenen Ehrgeiz daheim. Nichts muss. Alles kann. Irgendwie so&#8230;<\/p>\n<p>Spielen. Das ist so etwas wie: Kind sein. Wir sind viel zu wenig Kind in der heutigen Welt. Spielen ist so echt. Und ein Fahrrad ist ein tolles Spielzeug.<\/p>\n<p>&#8230; Zeitsprung in den November 2017&#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_109\" aria-describedby=\"caption-attachment-109\" style=\"width: 6000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-109 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394.jpg\" alt=\"\" width=\"6000\" height=\"3376\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394.jpg 6000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01394-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 6000px) 100vw, 6000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-109\" class=\"wp-caption-text\">Cycle&#8230; technisches Spielzeug mit Anziehungskraft und Strahlpotenzial<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jomsom. Mustang Valley. Nach einigen Tagen des versammelten WarmUps sind wir heute fr\u00fch um 6h mit der ersten Maschine zu Nepals zweitgef\u00e4hrlichstem Flughafen geflogen. Gef\u00e4hrlich immer dann, wenn nach 11h der starke Wind einsetzt und die Propellermaschinen in diesem dann pl\u00f6tzlich gar nicht mehr so breiten Tal eine 180Gradkehre fliegen m\u00fcssen, um gegen den Wind landen zu k\u00f6nnen. Es fehlt einfach am Platz. Um 6:30h war es noch windstill und der Daulaghiri beeindruckend hoch \u00fcber dem auf 4.000m H\u00f6he einfliegenden Flugzeug.<\/p>\n<p>Vor der wunderbaren B\u00e4ckerei h\u00e4lt ein klappriger Jeep. Unser Jeep. Bis zum Rand und dar\u00fcber hinaus beladen mit vielfarbigen gro\u00dfen Taschen mit dem evoc Schriftzug darauf: Unsere R\u00e4der sind da! Ausladen. Aufmachen. Aufbauen. Nicht lange sind wir alleine.<\/p>\n<p>Aus dem Nichts scheint dieses kleine Dorf pl\u00f6tzlich voller Kinder zu sein. 10 sind es sicherlich. Eher 15. Ohne Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. \u201eCYYYCLEEEL!\u201c ruft es. In den kommenden Tagen werden wir erfahren, welche magische Bedeutung dieses Wort f\u00fcr die Kinder und auch f\u00fcr unsere interkulturelle Kontaktanbahnung haben wird.<\/p>\n<p>Unvoreingenommen sind sie. Herrlich unvoreingenommen. Von Zur\u00fcckhaltung keine Spur. Geschaut wird mit den H\u00e4nden. Alles was sich bewegt wird bewegt. Zarte Finger gef\u00e4hrlich nah an so vielen M\u00f6glichkeiten, genau diese einzuklemmen. Und dieses Strahlen. Von dem man immer liest und erz\u00e4hlt bekommt.<\/p>\n<h3>Das grosse Spielen<\/h3>\n<p>Zweiter Akt. Die Bikes sind aufgebaut und werden ausprobiert. E muss ja alles funktionieren in den kommenden Tagen und auf Touren die uns bis auf 4.700m Meeresh\u00f6he f\u00fchren werden. \u201eTricks Tricks Tricks\u201c erschallt es. Die Kids kennen das offensichtlich. Da kommen bunte Menschen mit langen Nasen und bauen ihre Fahrr\u00e4der zusammen und dann findet sich immer einer der sich zum Clown macht. Tangi macht ihnen den Bunny Hop, rollt auf dem Hinterrad auf eine Gruppe von Kids zu, stoppt abrupt und wenige Zentimeter vor ihnen ab. Strahlen. Lachen. Die Zeit darf stehen bleiben. Es klappert h\u00f6rbar &#8211;\u00a0 ein vielleicht 10j\u00e4hriger l\u00e4sst sich nicht lumpen. Auf seinem scheppernden Zweirad fegt er freih\u00e4ndig an uns vorbei\u00a0 &#8211;\u00a0 ich denke an mein Erste Hilfepaket.<\/p>\n<p>Das geht sicherlich eine Stunde so, bis wir alle soweit bereit sind und uns auf den Weg machen, ganz langsam das Mustang Tal zu erobern. Das Lachen der Kinder f\u00e4hrt noch eine ganze Weile mit uns.<\/p>\n<p>Immer wieder treffen wir in den folgenden Tagen auf Kinder. Wie die Orgelpfeifen. Beeindruckend selbst\u00e4ndig. Unwiderstehlich frech. Ber\u00fchrungsangst Fehlanzeige. W\u00e4hrend ich fotografiere bemerke ich wie sie meinen Rucksack ausr\u00e4umen. Anderenorts f\u00e4hrt mein Bike pl\u00f6tzlich davon. Wenn die Kamera gez\u00fcckt ist dr\u00e4ngen alle an einender, um ja auf das Bild oder das Video zu kommen. Nicht wenige sprechen voller Stolz dar\u00fcber, dass sie das k\u00f6nnen, ein sehr gutes Englisch. Und Lachen. Herrschaft die lachen derma\u00dfen sch\u00f6n\u2026<\/p>\n<figure id=\"attachment_106\" aria-describedby=\"caption-attachment-106\" style=\"width: 6000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-106 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589.jpg\" alt=\"\" width=\"6000\" height=\"3376\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589.jpg 6000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01589-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 6000px) 100vw, 6000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-106\" class=\"wp-caption-text\">ein paar Sekunden nicht hingeschaut &#8211; schon kann man Obejektiv ODER Brille zu retten versuchen&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dieses erste Camp im Himalaya ist mittlerweile Geschichte, unsere G\u00e4ste hatten teilweise Tr\u00e4nen in den Augen, als wir uns verabschiedeten. Zwei wundersch\u00f6ne Wochen voller Eindr\u00fccke, mit viel Anstrengung aber vor allem vielem, was man f\u00fcr diese Anstrengung geschenkt bekommen hat, ist vor\u00fcber. Ich fliege f\u00fcr eine Woche nach Phablu im SoloKhumbu-Gebiet und in das Haus, in dem Sir Edmund Hilary einst die ersten Vorbereitungen seiner Expeditionen zum Everest machte. Unweit finde ich wieder einen so magischen Ort, wie ihn Nepal in diesen Wochen immer wieder bereith\u00e4lt. Auf einem Fels 500m \u00fcber dem Tal thront das wundersch\u00f6ne Kloster Chiwong. Ich steuere mein Bike die nicht unerhebliche Steigung zu diesem Kloster hinauf. Der ganze Berg oberhalb des Klosters ist \u00fcber und \u00fcber mit tibetischen Gebehtsfahnen beh\u00e4ngt, alte Mauern mit warme Farben des Klosters, eine schwere bunt verzierte Holzt\u00fcre und diese magische Ruhe begr\u00fc\u00dfen mich.<\/p>\n<p>Hier kann man sicherlich lange sitzen und einfach SEIN. Oder man hat ein \u201eCycle\u201c dabei, das die Neugierde der Klostersch\u00fcler entfacht. \u201eNormal sind hier 32 Sch\u00fcler in unserem Kloster\u201c erz\u00e4hlt mir sp\u00e4ter der charismatische Lama, als er mich zum Tee in die Essstube einl\u00e4dt. \u201eAber jetzt sind Ferien und viele sind bei ihren Familien\u201c. Viele. Aber eben nicht alle. Ich beobachte, wie sich drei von Ihnen meinem silbrig in der Sonne reflektierenden Rad n\u00e4hern. Ich m\u00f6chte nicht sch\u00fctzend eingreifen, sie einfach machen lassen in ihren weinroten M\u00f6nchsroben. Jungm\u00f6nche sind auch einfach nur Kinder, denk ich mir. Ihr Redelsf\u00fchrer traut sich als erster, das Bike anzufassen. Viel zu gro\u00df ist es nat\u00fcrlich f\u00fcr den buddhistischen Dreik\u00e4sehoch.<\/p>\n<figure id=\"attachment_20\" aria-describedby=\"caption-attachment-20\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/TrailXperience_Singletrail-Safari-Nepal_Mustang-119.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/TrailXperience_Singletrail-Safari-Nepal_Mustang-119.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1125\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-20\" class=\"wp-caption-text\">Redelsf\u00fchrer im Selbstversuch &#8211; ein Jungm\u00f6nch des Chiwong-Klosters im Solokhumbu<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich winke ihnen mit meinem Helm. Auch viel zu gro\u00df aber nat\u00fcrlich umso wichtiger. Schief sitzt er bald und scheint vor allem die auffallende Zahnl\u00fccke zu besch\u00fctzen, die das lachende Gesicht des Redelsf\u00fchrers ziert. Ich bemerke, dass der Lama aus dem Kloster getreten ist und mit einigem Abstand an der Mauer lehnend dem Treiben zusah.<\/p>\n<p>Ich glaube ich habe fast drei Stunden mit \u201emeinen BikeM\u00f6nchen\u201c bikegespielt, bis die Sonne bereits an den Bergen gegen\u00fcber kratzte und es Zeit wurde, den R\u00fcckweg in das HillaryHouse anzutreten. Jeder durfte mal aufs Bike. Gemeinsam haben wir unsere Runden gedreht. Die gr\u00f6\u00dferen alleine, die Kleineren mit meiner Hilfe und St\u00fctze. Wundersch\u00f6ne Momente voller Freude und Lachen. Einfach ungefiltert aus der Situation und dem Spieltrieb heraus\u2026<\/p>\n<figure id=\"attachment_107\" aria-describedby=\"caption-attachment-107\" style=\"width: 6000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-107 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270.jpg\" alt=\"\" width=\"6000\" height=\"3376\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270.jpg 6000w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC02270-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 6000px) 100vw, 6000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-107\" class=\"wp-caption-text\">KennerBlick &#8230; Kinder im Kalikandakital.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wieder zur\u00fcck in Deutschland. Ich erinnere mich, wie mir gerade in den ersten Tagen etwas auffiel und ich zu Beginn gar nicht wusste, was es wohl ist. Irgendetwas schien seltsam. Bis ich darauf kam, dass es die Menschen waren. So wenige von Ihnen lachten. Blick aufs Handy. Schnellen Schritts von A nach B. Nur niemandem in die Augen schauen.<\/p>\n<p>Mensch Mitmenschen! Seid doch nicht so verkniffen! Nehmt einfach mal ein Rad und geht BikeSpielen. So wie die Kinder in Nepal es ganz intuitiv tun. So wie die lachen kann das nicht falsch sein\u2026<\/p>\n<h3>3 Dinge zum Mitnehmen:<\/h3>\n<p>1) Ein Mountainbike wertet eine Kulturreise ungeheuer auf. Vor allem und immer dann, wenn man sie nicht allein zum &#8222;shredden&#8220;, zum &#8222;ballern&#8220; oder zum &#8222;besiegen&#8220; antritt. Wir gehen also sehr fein Mountainbiken und saugen das, was wir vor Ort finden, auf.<\/p>\n<p>2) Kinder sind wunderbar. Wissen wir alle. Das Mountainbike ist in erster Linie einmal ein Spielzeug. Das zeigen uns die Kinder von Nepal. Also lasst uns spielen gehen.<\/p>\n<p>3) Eine Reise wie diese nach Nepal ist etwas, das jedem offen steht, der sich diese w\u00fcnscht und sich entsprechend darauf vorbereitet. Wir nehmen Dich gerne an der Hand und bereiten uns gemeinsam darauf vor. Um dann vor Ort all das zu erleben, was dieses Land und die einzigartige KulturLandschaft zu bieten hat. Und dass wir mit einem vielleicht ein wenig kindlichen L\u00e4cheln wieder zur\u00fcckkehren, kann nur gut sein.<\/p>\n<p>Wer mehr \u00fcber diese Reise erfahren m\u00f6chte findet alle Daten Fakten und jede Menge Bilder hier: <a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/events\/68\/singletrail-safari-mustang-himalaya\/\">https:\/\/www.trailxperience.com\/events\/68\/singletrail-safari-mustang-himalaya\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-108 size-full\" src=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310.jpg\" alt=\"\" width=\"3376\" height=\"6000\" srcset=\"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310.jpg 3376w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310-768x1365.jpg 768w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310-576x1024.jpg 576w, https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DSC01310-1140x2026.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 3376px) 100vw, 3376px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Bikespielen.Lernen.&#8220; Einer unserer Claims, wie der Marketier sagen w\u00fcrde. Das steht f\u00fcr unseren Wunschumgang mit dem Thema Mountainbiken: Geh spielen, Mensch. Egal wie alt Du bist. Spiel Dich mit dem was ist. Lass den \u00fcbertriebenen Ehrgeiz daheim. Nichts muss. Alles kann. Irgendwie so&#8230; Spielen. Das ist so etwas wie: Kind sein. Wir sind viel zu wenig Kind in der heutigen Welt. Spielen ist so echt. Und ein Fahrrad ist ein tolles Spielzeug. &#8230; Zeitsprung in den November 2017&#8230; Jomsom. Mustang Valley. Nach einigen Tagen des versammelten WarmUps sind wir heute fr\u00fch um 6h mit der ersten Maschine zu Nepals zweitgef\u00e4hrlichstem Flughafen geflogen. Gef\u00e4hrlich immer dann, wenn nach 11h der starke Wind einsetzt und die Propellermaschinen in diesem dann pl\u00f6tzlich gar nicht mehr so breiten Tal eine 180Gradkehre fliegen m\u00fcssen, um gegen den Wind landen zu k\u00f6nnen. Es fehlt einfach am Platz. Um 6:30h war es noch windstill und der Daulaghiri beeindruckend hoch \u00fcber dem auf 4.000m H\u00f6he einfliegenden Flugzeug. Vor der wunderbaren B\u00e4ckerei h\u00e4lt ein klappriger Jeep. Unser Jeep. Bis zum Rand und dar\u00fcber hinaus beladen mit vielfarbigen gro\u00dfen Taschen mit dem evoc Schriftzug darauf: Unsere R\u00e4der sind da! Ausladen. Aufmachen. Aufbauen. Nicht lange sind wir alleine. Aus dem Nichts scheint dieses kleine Dorf pl\u00f6tzlich voller Kinder zu sein. 10 sind es sicherlich. Eher 15. Ohne Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. \u201eCYYYCLEEEL!\u201c ruft es. In den kommenden Tagen werden wir erfahren, welche magische Bedeutung dieses Wort f\u00fcr die Kinder und auch f\u00fcr unsere interkulturelle Kontaktanbahnung haben wird. Unvoreingenommen sind sie. Herrlich unvoreingenommen. Von Zur\u00fcckhaltung keine Spur. Geschaut wird mit den H\u00e4nden. Alles was sich bewegt wird bewegt. Zarte Finger gef\u00e4hrlich nah an so vielen M\u00f6glichkeiten, genau diese einzuklemmen. Und dieses Strahlen. Von dem man immer liest und erz\u00e4hlt bekommt. Das grosse Spielen Zweiter Akt. Die Bikes sind aufgebaut und werden ausprobiert. E muss ja alles funktionieren in den kommenden Tagen und auf Touren die uns bis auf 4.700m Meeresh\u00f6he f\u00fchren werden. \u201eTricks Tricks Tricks\u201c erschallt es. Die Kids kennen das offensichtlich. Da kommen bunte Menschen mit langen Nasen und bauen ihre Fahrr\u00e4der zusammen und dann findet sich immer einer der sich zum Clown macht. Tangi macht ihnen den Bunny Hop, rollt auf dem Hinterrad auf eine Gruppe von Kids zu, stoppt abrupt und wenige Zentimeter vor ihnen ab. Strahlen. Lachen. Die Zeit darf stehen bleiben. Es klappert h\u00f6rbar &#8211;\u00a0 ein vielleicht 10j\u00e4hriger l\u00e4sst sich nicht lumpen. Auf seinem scheppernden Zweirad fegt er freih\u00e4ndig an uns vorbei\u00a0 &#8211;\u00a0 ich denke an mein Erste Hilfepaket. Das geht sicherlich eine Stunde so, bis wir alle soweit bereit sind und uns auf den Weg machen, ganz langsam das Mustang Tal zu erobern. Das Lachen der Kinder f\u00e4hrt noch eine ganze Weile mit uns. Immer wieder treffen wir in den folgenden Tagen auf Kinder. Wie die Orgelpfeifen. Beeindruckend selbst\u00e4ndig. Unwiderstehlich frech. Ber\u00fchrungsangst Fehlanzeige. W\u00e4hrend ich fotografiere bemerke ich wie sie meinen Rucksack ausr\u00e4umen. Anderenorts f\u00e4hrt mein Bike pl\u00f6tzlich davon. Wenn die Kamera gez\u00fcckt ist dr\u00e4ngen alle an einender, um ja auf das Bild oder das Video zu kommen. Nicht wenige sprechen voller Stolz dar\u00fcber, dass sie das k\u00f6nnen, ein sehr gutes Englisch. Und Lachen. Herrschaft die lachen derma\u00dfen sch\u00f6n\u2026 Dieses erste Camp im Himalaya ist mittlerweile Geschichte, unsere G\u00e4ste hatten teilweise Tr\u00e4nen in den Augen, als wir uns verabschiedeten. Zwei wundersch\u00f6ne Wochen voller Eindr\u00fccke, mit viel Anstrengung aber vor allem vielem, was man f\u00fcr diese Anstrengung geschenkt bekommen hat, ist vor\u00fcber. Ich fliege f\u00fcr eine Woche nach Phablu im SoloKhumbu-Gebiet und in das Haus, in dem Sir Edmund Hilary einst die ersten Vorbereitungen seiner Expeditionen zum Everest machte. Unweit finde ich wieder einen so magischen Ort, wie ihn Nepal in diesen Wochen immer wieder bereith\u00e4lt. Auf einem Fels 500m \u00fcber dem Tal thront das wundersch\u00f6ne Kloster Chiwong. Ich steuere mein Bike die nicht unerhebliche Steigung zu diesem Kloster hinauf. Der ganze Berg oberhalb des Klosters ist \u00fcber und \u00fcber mit tibetischen Gebehtsfahnen beh\u00e4ngt, alte Mauern mit warme Farben des Klosters, eine schwere bunt verzierte Holzt\u00fcre und diese magische Ruhe begr\u00fc\u00dfen mich. Hier kann man sicherlich lange sitzen und einfach SEIN. Oder man hat ein \u201eCycle\u201c dabei, das die Neugierde der Klostersch\u00fcler entfacht. \u201eNormal sind hier 32 Sch\u00fcler in unserem Kloster\u201c erz\u00e4hlt mir sp\u00e4ter der charismatische Lama, als er mich zum Tee in die Essstube einl\u00e4dt. \u201eAber jetzt sind Ferien und viele sind bei ihren Familien\u201c. Viele. Aber eben nicht alle. Ich beobachte, wie sich drei von Ihnen meinem silbrig in der Sonne reflektierenden Rad n\u00e4hern. Ich m\u00f6chte nicht sch\u00fctzend eingreifen, sie einfach machen lassen in ihren weinroten M\u00f6nchsroben. Jungm\u00f6nche sind auch einfach nur Kinder, denk ich mir. Ihr Redelsf\u00fchrer traut sich als erster, das Bike anzufassen. Viel zu gro\u00df ist es nat\u00fcrlich f\u00fcr den buddhistischen Dreik\u00e4sehoch. Ich winke ihnen mit meinem Helm. Auch viel zu gro\u00df aber nat\u00fcrlich umso wichtiger. Schief sitzt er bald und scheint vor allem die auffallende Zahnl\u00fccke zu besch\u00fctzen, die das lachende Gesicht des Redelsf\u00fchrers ziert. Ich bemerke, dass der Lama aus dem Kloster getreten ist und mit einigem Abstand an der Mauer lehnend dem Treiben zusah. Ich glaube ich habe fast drei Stunden mit \u201emeinen BikeM\u00f6nchen\u201c bikegespielt, bis die Sonne bereits an den Bergen gegen\u00fcber kratzte und es Zeit wurde, den R\u00fcckweg in das HillaryHouse anzutreten. Jeder durfte mal aufs Bike. Gemeinsam haben wir unsere Runden gedreht. Die gr\u00f6\u00dferen alleine, die Kleineren mit meiner Hilfe und St\u00fctze. Wundersch\u00f6ne Momente voller Freude und Lachen. Einfach ungefiltert aus der Situation und dem Spieltrieb heraus\u2026 Wieder zur\u00fcck in Deutschland. Ich erinnere mich, wie mir gerade in den ersten Tagen etwas auffiel und ich zu Beginn gar nicht wusste, was es wohl ist. Irgendetwas schien seltsam. Bis ich darauf kam, dass es die Menschen waren. So wenige von Ihnen lachten. Blick aufs Handy. Schnellen Schritts von A nach B. Nur niemandem in die Augen schauen. Mensch Mitmenschen! Seid doch nicht so verkniffen! Nehmt einfach mal ein Rad und geht BikeSpielen. So wie die Kinder in Nepal es ganz intuitiv tun. So wie die lachen kann das nicht falsch sein\u2026 3 Dinge zum Mitnehmen: 1) Ein Mountainbike wertet eine Kulturreise ungeheuer auf. Vor allem und immer dann, wenn man sie nicht allein zum &#8222;shredden&#8220;, zum &#8222;ballern&#8220; oder zum &#8222;besiegen&#8220; antritt. Wir gehen also sehr fein Mountainbiken und saugen das, was wir vor Ort finden, auf. 2) Kinder sind wunderbar. Wissen wir alle. Das Mountainbike ist in erster Linie einmal ein Spielzeug. Das zeigen uns die Kinder von Nepal. Also lasst uns spielen gehen. 3) Eine Reise wie diese nach Nepal ist etwas, das jedem offen steht, der sich diese w\u00fcnscht und sich entsprechend darauf vorbereitet. Wir nehmen Dich gerne an der Hand und bereiten uns gemeinsam darauf vor. Um dann vor Ort all das zu erleben, was dieses Land und die einzigartige KulturLandschaft zu bieten hat. Und dass wir mit einem vielleicht ein wenig kindlichen L\u00e4cheln wieder zur\u00fcckkehren, kann nur gut sein. Wer mehr \u00fcber diese Reise erfahren m\u00f6chte findet alle Daten Fakten und jede Menge Bilder hier: https:\/\/www.trailxperience.com\/events\/68\/singletrail-safari-mustang-himalaya\/<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-19","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-auf-reise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":204,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19\/revisions\/204"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trailxperience.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}