ITALIEN - AlpineCamp Stelvio Natural Park
Die Organisation war perfekt, besonders im Vergleich zu anderen Anbietern solcher Reisen, mit denen ich in den letzten Jahren teils einige Schwierigkeiten hatte. Also, alles super: weiter so!
Die...Routen- bzw. Trailwahl war sehr gut. Ich war schon vorher drei Mal in dieser Gegend und glaubte, fast alles zu kennen, aber drei Routen waren komplett neu für mich und auf den mir bekannten hat Nicola noch interessante Varianten eingebaut.
Einfach super in jeder Hinsicht: freundlich, sehr hilfsbereit, geht sehr auf die Bedürfnisse der Gruppe ein (die allerdings hier recht einheitlich vom Fahrlevel und sehr diszipliniert war, also recht pflegeleicht), kennt sich überall perfekt aus, warnt wo nötig, lässt aber auch die Freiheit die man möchte. Ich war schon oft mit TrailXperience unterwegs, und die meisten (bis auf einen) Guides waren auch sehr gut, Nicola landet aber sicher "auf den vordersten Plätzen".
Ich kannte die Unterkunft, und war zufrieden, es ist kein Superluxushotel, aber man hat alles was man braucht (ich hatte in diesem Hotel auch schon früher mal ein Zimmer unterm Dach mit Küchenabzug neben dem Fenster, diesmal war es sehr gut, wenn auch recht eng). Beim Essen könnte etwas mehr auf die Bedürfnisse von Vegetariern eingegangen werden, es gab immer drei Essen zu Auswahl und meist dreimal Fleisch... Es gab dann schon auf Nachfrage schon auch Alternativen, aber die waren nicht allzu inspiriert.
Der Level war für das Allermeiste gut machbar, teils auch recht anspruchsvoll, und das galt für die ganze Gruppe. Insgesamt gelungen. Ich schiebe auch gern mal ein paar Meter, der große Rest des Trails, die Landschaft und die Stimmung sind ja auch wichtig, und die waren schon grandios.
Ich war der einzige e-Biker in der Gruppe und das hat gut funktioniert. Bei vielen Touren war das E-Bike nicht von Nachteil, besonders im Uphill. Funktioniert also auch gemischt. Danke euch, dass das möglich war.
Viele Grüße Norbert
Stell Dir das mal vor. Vor Hunderten Jahren kommt ein hedonistisch veranlagter Adeliger auf die Idee, die ihn umgebenden Berge und Pässe mit Reitwegen zu erschließen - und erschließt uns damit ein Trailnetz mit einer Gesamtlänge von 300km. Weil es schön es, dort oben mit einem ebenso adeligen Hengst herumzureiten. Als ob er gewusst hätte, was wir heute mit unseren berggängigen Drahteseln gerne befahren. Diese Geschichte ist der Grund, warum auch hochalpine Trails hier so unvergleichlich flowig sind.
Aber es ist nicht nur das, was uns hier fasziniert hat. Der Herr Adelige hat die Wege überall dorthin gebaut, von wo man aus Ausblicke auf eine dermaßen überwältigende Anzahl an prominenten Bergnamen hat, wie sicher an ganz wenigen Orten dieser Welt. Mont Blanc. Matterhorn. Grand Combin. Gran Paradiso. Monte Rosa. Und so weiter und so fort. Dazu die Ost-West-Ausrichtung, die es in den Alpen nicht so häufig gibt und die eine Schatten-, aber eben auch eine immer wetterbevorzugte Sonnenseite basteln... Auch wenn die Ortstafeln hier zweisprachig sind und der französische Einfluss spürbar - gegessen wird italienisch. Und das mögen wir auch...
